Praktische Reise-Informationen / Verhaltensratschläge update

Auf was soll ich achten ?
Bei einer geführten Reise werden Ihnen schon viele Unannehmlichkeiten erspart, Sie werden auch nicht alleine gelassen. Indien ist auch keine Wüste, sondern ein hoch zivilisiertes Land. Dennoch ist es ratsam, einige Verhaltensmaßregeln zu beachten, dann wird die Reise ein Erfolg.

Update:

Sicherheit:

– Indien ist ein gastfreundliches Land. Die Großstädte sind genauso sicher oder unsicher wie in Deutschland. Machen Sie in Indien nichts, was Sie in Deutschland auch nichts machen würden. Nachts allein als Frau durchs Hamburger Hafengebiet, durch Frankfurter Bahnhofsviertel oder München Nord stapfen Sie ja auch nicht. Ansonsten haben Sie tagsüber Ihren Fahrer und/oder Ihren Guide dabei, damit ist schon mal fast alles ausgeschlossen, nachts sind Sie im Hotel. Vermeiden Sie als Frau zu stark dekolletierte Kleidung, aber einmummeln wie in islamischen Ländern muß man sich nicht. Machen Sie die gleichen Vorsichtsmaßnahmen, die Sie auch hier machen würden. (s. unten „Verhalten“).

Wasser !

Trinken Sie kein Wasser aus der Leitung. Nur Wasser, dass abgekocht ist. Wenn Sie eine Flasche kaufen, erbrechen Sie das Siegel SELBST, lassen Sie sich das nicht vom Kellner abnehmen.
– Auf Ihrer Fahrt gibt es fast überall Stände mit Wasserflaschen für 40-60 Cent, Ihr Fahrer kann Ihnen das besorgen, so müssen Sie keine großen Rucksäcke mitschleppen. Ihr Fahrzeug ist klimatisiert.
– Geniessen Sie wie die Inder das heiss gekochte Essen, vermeiden Sie Essen, was ungekocht nicht von Ihnen geschält wurde. Die starken Gewürze haben auch einen bakterienverhindernden Effekt.
– Indisches Essen ist gut für die Verdauung und macht nicht dick.

Geld !

Ein paar Vorsichtsmaßnahmen und dann ist ein Problem, sollte es auftreten, nicht so schlimm.
Bargeld:
– Bares sollten Sie moderat mitnehmen
– Inder wechseln Euro und Dollar, also ist Umtausch in Dollar unnötig.
– Bargeld bitte auf mehrere Plätze verteilen (Brustbeutel (Typ Samsonite)) , Geldbeutel, Koffer, Laptop
– Für die Bettler oder die Tuk-Tuks (Dreiradtaxis) immer Kleingeld in kleinen Scheinen bis 10 € = 500 Rupien in der Hosentasche oder separatem Fach in der Handtasche dabei haben. Kleine Scheine sind also wichtig.
– Ich kenne da einen schönen fast unsichtbaren Brustbeutel von Samsonite, der nicht auffällt und den es in jedem Lederwarengeschäft gibt.
Kreditkarten:
– Manche Kunden legen irgendwo verschlüsselt einen Zettel / Adressbuch mit den Pin-Codes ab, da sie nach 2 Wochen tollen Urlaubs die Codes sehr schnell vergessen. Diese Kunden gestalten das so, daß für Aussenstehende nichts erkennbar ist. Ich rate Ihnen diese Verhaltensweise natürlich nicht, Sie müssen selbst entscheiden, wie Sie vorgehen möchten.
– Sollte ein Kartenautomat beim 2. Mal den Pin-Code nicht akzeptieren,  beim Personal nachfragen, es könnte sein, daß dieser Automat keine ausländischen Karten akzeptiert. (Das ist mir zwar nur in China passiert, nicht in Indien) und natürlich brechen Sie lieber ab, bevor man beim 3. Mal die Karte verliert.
– Selbst in den größeren Dörfern gibt es Bankautomaten genannt ATM  (jedenfalls in Rajasthan). Dort sollte man am besten in Begleitung hingehen, nehmen Sie mindestens Ihren Fahrer mit.
– Im Koffer die Visa – Sperrnummer in den Deckel einkleben : Indien 000 800 100 1219
– Wenn Sie Geld ziehen, dann mindestens 100-200€ sonst sind die Gebühren zu hoch.
– Kaum ein Restaurant akzeptiert Visa – Karte, nur die großen Hotels, dafür ist Essen an sich nicht zu teuer und dank preiswerter Taxis können Sie sich nach Hause fahren lassen.
Allgemein:
– Eine meiner Kundinnen hatte eine super Methode Bettler abzuschrecken, sie sagte einfach immer „liebes Kind ich habe kein Geld“, auf Deutsch.
– Rückgeld beim Erhalten kurz nachzählen.
– Der Reiseführer sagt, daß American Express – Schecks akzeptiert werden, habe das aber noch nicht ausprobiert, es muß also nicht sein.
– Sie dürfen per Gesetz als Ausländer bei einem Aufenthalt unter 6 Monaten kein Bankkonto aufmachen (was sehr schade ist). Die billigste Art und Weise Geld nach Indien zu bringen ist, von einem Freund die Kontonummer zu kennen, dann ist das am billigsten per Auslandsüberweisung über die Postbank. (Nein, da kriege ich keine Provision. )
Geldwechsel:
– Geld nur im Hotel oder auf der Bank tauschen, jeder andere ist Betrüger mit a) Falschgeld oder b) einem Cousin bei der Polizei um die Ecke.
– Banken sind ab 16 h zu.
Rückflug:
– Beim Rückflug ist es verboten Rupien ins Ausland mitzunehmen, deshalb am besten die letzten Reste am Flughafen eintauschen.
Sicherheiten:
– Machen Sie 2 Kopien Ihrer Kreditkarten, Ihres Passes und Ihres Visums. Legen sie die eine in Ihren Koffer, und die zweite übergeben sie Ihren Verwandten, damit diese das einfach zu Ihnen faxen können.
– Am 21. 5. 2009 bekam man für 1 € ca. 60-65 Indische Rupien.

Durchfall:

– Sollte man trotzdem irgendwo in Kontakt mit Wasser gekommen sein, bekommt man „Delhi – Belly“, das ist ein Durchfall, der max. 2 Tage dauert, aber mit Kohletabletten schnell und gut bekämpft werden kann, danach ist man immun und hat auf dem Rest der Reise keine Probleme mehr. (Bitte suchen Sie dazu im Vorfeld der Reise Ihren Arzt auf und lassen Sie sich von ihm beraten.)

Visum
Bei dem freundlichen Konsulat in München für 60€ erhältlich.

Verhalten

– Es ist wie überall. Jedem den Sie ansprechen und nach Rat fragen, können Sie fast blind vertrauen, jedem der Sie anspricht, müssen Sie gründlichst mißtrauen und das Gespräch abwehren.

– Beispiel Qutub Minar: Ein Händler wollte unbedingt von mir ein Photo machen, und liess es sich danach für 1 € bezahlen. Besser: Fragen Sie die indischen Honeymooners, die überall rumstehen und die das auch gerne machen.

– Die Inder sind ein sehr gastfreundliches Land, viele Dinge sind da möglich, das hätten hier nie gesehen. Auch werden Touristen zwar angesprochen, man läuft ihnen aber nicht hunderte von Metern hinterher. Touristen werden als ein Reichtum von allen angesehen, hier werden Sie auch respektiert, wenn Sie Respekt zeigen.

– Bettler nicht trauen und nicht in ein Gespräch verwickeln lassen.
– Wundern Sie sich nicht, wenn diese Deutsch sprechen können, das lässt sich antrainieren. Inder sind sehr nette und intelligente Menschen.

Trinkgelder
Deutsche sind beliebter als Franzosen. Warum ? Sie geben gerne Trinkgeld. In Maßen macht es Spaß, zuviel ist ungesund, zu wenig…, das habe ich noch nicht ausprobiert. Kalkulieren Sie mit 10 € Trinkgeld für verschiedene Personen jeden Tag, dann wird die Reise ein Erfolg. Selbst wenn Sie sparsam sind, geben Sie dem Fahrer mind. 3-5€ Trinkgeld pro Tag, und sie haben den besten Freund in allen Lebenslagen.  Wenn der Tourguide mehr als 8 € will, ist das zu viel und melden sie das mir. Grundsätzlich weiss auch jeder Inder, daß er kein Anspruch auf Trinkgeld hat. Ansonsten gehört Trinkgeld zur Kultur der Inder, in Maßen ist das alles o.k. und verschönert mit lächelnden Menschen eine herrliche Reise.

Telefon:

Nehmen Sie ein paar Paßfotos und Ihre alte Telekomrechnung mit nach Indien. Für 10€ kann man sich dort ein Prepaid – Handy kaufen (für den Vertrag braucht man die Photos) und ist dann immer erreichbar.  In Indien kostet Telefonieren in Indien fast nichts, der Anruf von Deutschland wird aber mit ca. 60 Cent Ihrem indischen Handy belastet. Den Vertrag kann man fast in jedem größeren Dorf abschliessen.  Nehmen Sie Ihre alte deutsche Telefonrechnung mit, die wird bei der Anmeldung gebraucht. Diese funktioniert allerdings dann problemlos.

Update:  DATENFLAT:  In Indien gibt es mehrere Prepaid-Anbieter, die ein ordentliches Datenvolumen von 4 GB für einen Monat für ca 15 € anbieten. Mit unserer Reise haben Sie genug Zeit, beim nächsten Telefonladen eine entsprechende Simkarte zu erstehen und dann fast umsonst per Skype und dem Smartphone mit Zuhause zu telefonieren. Manche Städte (z.B. Cochin) haben ein ordentliches HSDPA .

Vorteil einer Reise bei uns ist, daß Sie ihrem Führer dann auch sagen können, wo es hingeht, und was Sie da kaufen möchten, er bringt sie dann einfach zum nächsten Telefonladen.